Wednesday, December 23, 2009

some more of Sihanoukville






Das Nachtleben in Sihanoukville ist recht vielfaeltig und man kann sich aussuchen, ob man gemuetlich an irgendeiner Bar abhaengt oder in einer der zahlreichen Discos richtig schoen feiern geht. Waehrend das Nap House und das Utopia hauptsaechlich von Wessies besucht werden, konnte man sich im Chiva's Shack unters Kambodschanische Volk mischen. Nicht nur Kambodschaner, aber die nicht-Kambodschaner dort waren ausschliesslich Leute, die auch mal etwas mehr als einen Monat in Sihanoukville verbracht haben.
Nachdem ich etwas zwei bis drei Wochen dort war war das Chivas ploetzlich geschlossen und ein paar Leute in Uniform standen vor der Tuer und haben uns wieder nach Hause geschickt. Ich kannte in dem Ort zu dem Zeitpunkt schon genug Leute um schnell herauszufinden, dass in der Disco eine Schiesserrei unter Kambodschanern gegeben hat bei der mindestens eine Person umgekommen ist, das zweite Opfer, ein Franzose der zufaellig von einem Querschlaeger getroffen wurde, liegt jetzt entweder in Thailand im Krankenhaus oder hat es tatsaechlich nicht ueberlebt. Genaueres konnte ich auch bis zum Ende meiner Reise nicht herausfinden.
Marcel, derjenige mit dem Motorradunfall, war zu dem Zeitpunkt gerade dabei sein Motorrad anzuschliessen und hat noch drei Schuesse gehoert, konnte aber auch nicht genau sagen, was nun wirklich dort vorgefallen ist.
Nach ein paar Tagen war die Disco wieder geoeffnet, allerdings mit in Getraenke umzuwandelndem Eintritt von zwei Dollar und einem Schild, dass das mitfuehren von Schusswaffen und Handgranaten verbot...

Der letzte Monat











Der letzte Monat in Kambodscha ist so schnell vergangen, dass mir jeder einzelne Tag zu wertvoll wurde, um mir die Zeit zu nehmen weiter an demBlog zu schreiben. Die Hauptbeschäftigung bestand hauptsaechlich aus Segeln gehen oder BBQ on the rocks. Nachdem ich mich fuer einen Monat im Seabreaze Hotel eingemietet hatte konnte ich mit dem Franzosen, der die Segelboote vermietet hat einen kleinen Discount aushandeln, so dass ich nur noch 7 USD pro Stunde oder 22 Dollar fuer alles was ueber drei Stunden hinausging, bezahlen musste. Mit Pat, die insgesamt 8 Namen hatte von denen ich mir immerhin vier merken konnte (Pat, Ya, Uni, Gaynama) hab ich dann fast die gesamte Zeit in Sihanoukville verbracht. Die meisten Tage haben wir abwechselnd mit Segeln und BBQ machen verbracht. Der Markt in Sihanoukville hatte eine grosse Auswahl an Seafood, Schwein, Rind und auf Wunsch live geschlachteter Hühner im Angebot. Pat hat beim Angeln meist nicht besonders viel gefangen, bevor die Rollen aber eindeutig geklaert waren (sie geht fischen, ich mach das BBQ) mussten einige der armen Fische lebendig auf dem Grill landen. Mit der Zeit wurden das BBQ schliesslich immer aufwendiger. Erst kam das Grillrost, gegen Ende haben wir dann die Marinade schon im Hotelzimmer vorbereitet.
Auch das Segeln wurde mit der Zeit ein wenig aufwendiger. Weil Pat und ich gerne fischen und auf dem Klo bei der Bootsvermietung Fotos von dem Franzosen mit ein paar frisch gefangenen Barracudas hingen wollte ich auch mal versuchen einen etwas groesseren Fisch an Land zu ziehen. Den Wobler musste ich selbst besorgen dafuer hat uns der Franzose, den Namen weiss ich leider nicht mehr, ein schoenes Stahlvorfach gebastelt und eine Rolle mit etwa 60kg tragender Angelschnur gegeben.
Der erste Versuch ging voll daneben. Wir waren relativ frueh auf dem Wasser waehrend die Fischer noch dabei waren ihre Netze auszuwerfen. Mit etwa 50 bis 100 Meter Leine hinterm Bott hab ich natuerlich versucht einen moeglichst grossen Abstand zu den anderen Booten zu halten. Ein in groesserer Entfernung entgegenkommender Fischer hat natuerlich nicht damit gerehnet, dass wir seblst gerade am Fischen sind und hat in dem Moment als er an mir vorbei war die Richtung gewechselt, so dass er unausweichlich genau ueber die Angelschnur fahren musste. Ich wollte den Angelkoeder retten und hab versucht die Leine so schnell wie moeglich einzuhohlen, leider war ich zu langsam, hab das Fischernetz gefangen und hatte shlagartig irre Zug auf der Leine. Bevor ich nachdenken konnte wie ich am besten reagieren sollte - zurückfahren währe wohl nicht schlecht gewesen - hatte sich eine Schlaufe der Angelsehne um meinen Daumen gewickelt. Die gesamte Kraft aus dem Boot hing also an meinem Finger und es war unmoeglich sich irgendwie daraus zu bereien. Meine groesste Sorge war, dass es mir den Daumen abreissen koennte, Pat fuechtete um ihr Leben weil sie Angst hatte, dass es mich ins Wasser reissen koennte. Hilfe kam schliesslich von einem Fischerboot, dass laengseits kam um mir ein Messer in die Hand zu druecken, damit ich die Leine kappen konnte.
Nachdem ich mich ein wenig von dem Schreck erhohlt hatte hab ich Pat dann erstmal beigebracht, wie sie das Boot anhaelt falls ich wirklich mal ins Wasser fallen sollte...