Wednesday, December 23, 2009

some more of Sihanoukville






Das Nachtleben in Sihanoukville ist recht vielfaeltig und man kann sich aussuchen, ob man gemuetlich an irgendeiner Bar abhaengt oder in einer der zahlreichen Discos richtig schoen feiern geht. Waehrend das Nap House und das Utopia hauptsaechlich von Wessies besucht werden, konnte man sich im Chiva's Shack unters Kambodschanische Volk mischen. Nicht nur Kambodschaner, aber die nicht-Kambodschaner dort waren ausschliesslich Leute, die auch mal etwas mehr als einen Monat in Sihanoukville verbracht haben.
Nachdem ich etwas zwei bis drei Wochen dort war war das Chivas ploetzlich geschlossen und ein paar Leute in Uniform standen vor der Tuer und haben uns wieder nach Hause geschickt. Ich kannte in dem Ort zu dem Zeitpunkt schon genug Leute um schnell herauszufinden, dass in der Disco eine Schiesserrei unter Kambodschanern gegeben hat bei der mindestens eine Person umgekommen ist, das zweite Opfer, ein Franzose der zufaellig von einem Querschlaeger getroffen wurde, liegt jetzt entweder in Thailand im Krankenhaus oder hat es tatsaechlich nicht ueberlebt. Genaueres konnte ich auch bis zum Ende meiner Reise nicht herausfinden.
Marcel, derjenige mit dem Motorradunfall, war zu dem Zeitpunkt gerade dabei sein Motorrad anzuschliessen und hat noch drei Schuesse gehoert, konnte aber auch nicht genau sagen, was nun wirklich dort vorgefallen ist.
Nach ein paar Tagen war die Disco wieder geoeffnet, allerdings mit in Getraenke umzuwandelndem Eintritt von zwei Dollar und einem Schild, dass das mitfuehren von Schusswaffen und Handgranaten verbot...

Der letzte Monat











Der letzte Monat in Kambodscha ist so schnell vergangen, dass mir jeder einzelne Tag zu wertvoll wurde, um mir die Zeit zu nehmen weiter an demBlog zu schreiben. Die Hauptbeschäftigung bestand hauptsaechlich aus Segeln gehen oder BBQ on the rocks. Nachdem ich mich fuer einen Monat im Seabreaze Hotel eingemietet hatte konnte ich mit dem Franzosen, der die Segelboote vermietet hat einen kleinen Discount aushandeln, so dass ich nur noch 7 USD pro Stunde oder 22 Dollar fuer alles was ueber drei Stunden hinausging, bezahlen musste. Mit Pat, die insgesamt 8 Namen hatte von denen ich mir immerhin vier merken konnte (Pat, Ya, Uni, Gaynama) hab ich dann fast die gesamte Zeit in Sihanoukville verbracht. Die meisten Tage haben wir abwechselnd mit Segeln und BBQ machen verbracht. Der Markt in Sihanoukville hatte eine grosse Auswahl an Seafood, Schwein, Rind und auf Wunsch live geschlachteter Hühner im Angebot. Pat hat beim Angeln meist nicht besonders viel gefangen, bevor die Rollen aber eindeutig geklaert waren (sie geht fischen, ich mach das BBQ) mussten einige der armen Fische lebendig auf dem Grill landen. Mit der Zeit wurden das BBQ schliesslich immer aufwendiger. Erst kam das Grillrost, gegen Ende haben wir dann die Marinade schon im Hotelzimmer vorbereitet.
Auch das Segeln wurde mit der Zeit ein wenig aufwendiger. Weil Pat und ich gerne fischen und auf dem Klo bei der Bootsvermietung Fotos von dem Franzosen mit ein paar frisch gefangenen Barracudas hingen wollte ich auch mal versuchen einen etwas groesseren Fisch an Land zu ziehen. Den Wobler musste ich selbst besorgen dafuer hat uns der Franzose, den Namen weiss ich leider nicht mehr, ein schoenes Stahlvorfach gebastelt und eine Rolle mit etwa 60kg tragender Angelschnur gegeben.
Der erste Versuch ging voll daneben. Wir waren relativ frueh auf dem Wasser waehrend die Fischer noch dabei waren ihre Netze auszuwerfen. Mit etwa 50 bis 100 Meter Leine hinterm Bott hab ich natuerlich versucht einen moeglichst grossen Abstand zu den anderen Booten zu halten. Ein in groesserer Entfernung entgegenkommender Fischer hat natuerlich nicht damit gerehnet, dass wir seblst gerade am Fischen sind und hat in dem Moment als er an mir vorbei war die Richtung gewechselt, so dass er unausweichlich genau ueber die Angelschnur fahren musste. Ich wollte den Angelkoeder retten und hab versucht die Leine so schnell wie moeglich einzuhohlen, leider war ich zu langsam, hab das Fischernetz gefangen und hatte shlagartig irre Zug auf der Leine. Bevor ich nachdenken konnte wie ich am besten reagieren sollte - zurückfahren währe wohl nicht schlecht gewesen - hatte sich eine Schlaufe der Angelsehne um meinen Daumen gewickelt. Die gesamte Kraft aus dem Boot hing also an meinem Finger und es war unmoeglich sich irgendwie daraus zu bereien. Meine groesste Sorge war, dass es mir den Daumen abreissen koennte, Pat fuechtete um ihr Leben weil sie Angst hatte, dass es mich ins Wasser reissen koennte. Hilfe kam schliesslich von einem Fischerboot, dass laengseits kam um mir ein Messer in die Hand zu druecken, damit ich die Leine kappen konnte.
Nachdem ich mich ein wenig von dem Schreck erhohlt hatte hab ich Pat dann erstmal beigebracht, wie sie das Boot anhaelt falls ich wirklich mal ins Wasser fallen sollte...

Thursday, November 26, 2009

Sihanoukville Part Three






Hier ein paar Bilder aus meinen ersten Wochen in Sihanoukville. Das erste Bild zeigt die 24h Bar im Sakal aus dem ich nach circa einem Monat ausgezogen bin, daneben Cambodschanisches BBQ, der Wasserfall, der Hafen und ein sehr gut gelauntes Maedchen nachdem sie einen, wie sich spaeter herausstellte, gefaelschten 100 Dollar Schein gefunden hat. Inzwischen bin ich wieder im sehr sehr kalten Hamburg und will mal versuchen die letzten 2 Monate in Worte zu fassen...

Friday, November 20, 2009

Sihanoukville Part Two




Eigentlich haette ich von mir erwartet, dass ich nicht laenger als zwei oder drei Wochen in Sihanoukville verbringen wuerde. Nach mehr als vier rastlosen Monaten brauchte ich inzwischen etwas Zeit um die gewonnen Eindruecke zu verarbeiten. Ich dachte mir 'Jetzt ist mal etwas Erhohlung angesagt' und hab ich dazu entschieden fuer einen weiteren Monat in diesem Ort zu bleiben. Das Visum zu verlaengern war fuer 50 USD kein Problem, so dass ich mir einen laestigen 'Visa-Run' nach Thailand oder Laos ersparen konnte.

Die Zeit im Sakal war zwar sehr nett, fing nach drei Wochen allerdings an etwas anstrengend zu werden. Ich bin, wie ich spaeter erfahren hab, genau in der Uebergangszeit von der low- zur high-season angekommen. Mir wurde es dort irgendwie zu voll und jeden anderen Langzeitgast zu kennen ging mir auch irgendwie auf den Kecks. Fuer den naechsten Monat, bzw. die verbleibenden 3 Wochen hab ich mich stattdessen in einem etwas abgelegenen Hotel am Independence Beach eingemietet (www.seabreazecambodia.com).

-- Ich hoer jetzt erstmal mit dem Schreiben auf. Es ist nicht besonders einfach hier ein Internetcafe zu finden, dass nicht komplett Vierenverseucht ist. Mein Bilder-Backup, das ueber eine halbe Stunde gedauert hat, hat  nicht funktioniert und von den fuenf gerade eben hochgeladenen Bildern ist nur eins im Blog angekeommen. Bevor ich wirklich schlechte Laune bekomme, werde ich jetzt erstmal an den Strand fahren und den Fisch grillen, den ich heute morgen auf em Markt gekauft hab.

Thursday, October 22, 2009

Sihanoukville Part One


Die Reise nach Kambodscha gestaltete sich als ein wenig anstrengend. Weil ich es mir nicht verkneifen konnte am letzten Abend bis in die fruehen morgenstunden Feiern zu gehen hatte ich nicht besonders viel geschlafen als ich gegen 12 Uhr ausgecheckt habe. Ueberraschenderweise gibt es keine dierekte Busverbindung von Pattya nach Trat, so dass ich auf die Hilfe von einem sehr freundlichen Thailaender angewiesen war, der sich mit mir an die Hauptstrasse gestellt hat um auf den Bus nach Chonburi zu warten. Ich bin im Bus sofort eingeschlafen. Zum Glueck hat mich der 'Steward' im Bus geweckt als ich aussteigen musste. Im ersten Moment stand ich voellig desorientiert und noch fast schlafend an der Strasse und wusste nicht so recht wie ich nun weiter kommen konnte. Als ich wieder einigermassen klar denken konnte war es dann kein Problem einen Motobikefahrer zu finden, der mich zur Bushaltestelle in Richtung Trat bringen konnte. Nach vier oder fuenf Stunden Halbschlaf im Bus war ich gegen 21h endlich in Trat angekommen. Scheint eigentlich ein ganz netter Ort zu sein, ich hab aber nicht besonders viel davon zu sehen bekommen weil ich noch am Gousthouse fuer 600 Baht ein Ticket direkt nach Sihanoukville gebucht hab. Das waere nicht unbedingt noetig gewesen, um 6 Uhr morgens faehrt vom Busterminal ein Minibus ab, der einen an die Kambodschanische Grenze in Hat Lek bringt. Fuer mich war es dann doch die beste Loesung, ich bin erst um 3 Uhr morgens eingeschlafen und musste um 4 Uhr wieder aufstehen, so dass ich wohl kaum in der Lage gewesen waere einen vernuenftigen Preis fuer die Fahrt auszuhandeln.

Um halb sechs sind wir an der Kambodschanischen Grenze angekommen, die um sieben Uhr ihre Pforten oeffnet. Ich war von den zwei schlaflosen Naechten noch etwas benommen und hab insgesamt etwa 10 Euro unnoetig in den Sand gesetzt. 100 Baht fuer einen freundlichen Kambodschaner, der alle Visa-Formulare fuer mich aus gefuellt hat und 170 Baht fuer den Taxifahrer, der mich von der Grenze zum Bus-Terminal gebracht hat. Ich hatte mir bereits in Thailand 100 USD besorgt, weil die beiden gaengigen Waehrungen in Kambodscha USD und Kambodschanische Riel sind. Trotzdem hab ich mich von dem Taxifahrer dazu bequatschen lassen weitere 1000 Baht in Riel umzutauschen, was mich wegen des schlechten Wechselkurses um weitere 10 USD erleichtert hat. Das Visum selbst kostet direkt an der Grenze 1200 Baht, theoretisch haette ich noch etwas Geld sparen koennen, wenn ich mir vorraus ein Visum uebers Internet orgenisiert haette (http://www.mfaic.gov.kh/).

In Sihanoukville angekommen hab ich mich zur 'Backpacker-Area' Victory Hill bringen lassen und konnte ein sehr nettes Gousthouse finden. Ein guter Pool-Tisch und eine 24h geoeffnete Bar, dazu ein sauberes Zimmer fuer 6 Dollar die Nacht - was will man mehr...

Das Publikum im Guesthouse ist eine Mischung aus Langzeit-Travellern und ansaessigen aelteren Herren die hier ihre Pension wegvoegeln. Der Grossteil der Gaeste kommt aus England, dazu kommen noch ein paar Deutsche und Franzosen. Abgesehen davon, dass ich mir hier auch ein wenig Kambodschanisch beizubringen versuche, lerne ich im Moment hauptsaechlich besser Englisch zu sprechen weil ich die meiste Zeit mit Englaendern rede.

Die Guesthouse-Bar ist die einzige in der Gegend, die 24h geoffnet ist. Besonders in den spaeteren Stunden tauchen hier gelegenlich etwas durchgeknallte Kambodschaner auf. Dass jemand nach drei Bier anfaengt fuer mehrere Stunden mit einem imaginaeren Sitznachbar zu reden hab ich bisher auch noch nicht erlebt...

Um die Gegend ein wenig auszukundschaften hab ich mir vor ein paar Tagen ein Motorbike gemietet. Der Verkehr in Kambodscha unterscheidet sich ein wenig von dem, was ich bisher in Thailand und Indonesien kennen gelernt hab. Die einzige Verkehrsregel, die normalerweise befolgt wird ist, dass man auf der rechten Seite fahren sollte. Darueber hinaus muss man auf dem Motorbike einen Helm tragen und darf bei Tag nicht mit Licht fahren. Es gibt zwar Ampeln, angehalten wird aber nur an den Kreuzungen, die wirklich stark befahren sind und dort auch nur so lange, bis man irgendwie die Strasse ueberqueren kann. An manchen Kreuzungen ist das ein wenig Chaotisch, da man sich nie wirklich darauf verlassen kann, was die Fahrer vor, hinter und neben einem so vor haben. Trotzdem ist das Fahren hier angenehmer als in Thailand oder Indonesien. Der Verkehr ist deutlich langsamer und - vielleicht wegen der fehlenden Verkehrsregeln - fahren die Leute hier wesentlich defensiver.
Was ich, obwohl es mir schon vorher mehrere Touristen und Kambodschaner erzsaehlt haben, nicht so recht glauben konnte war, dass man in den spaeteren Stunden damit rechnen muss auf dem Motorbike ueberfallen zu werden. Nicht etwa weil man den Fehler begeht an einer roten Ampel zu halten, sondern weil die 'Angreifer' absichtlich Unfaelle provozieren. Gestern traf ich einen 38 Jahre alten Duesseldorfer der hier von seiner Rente lebt. Auf die Frage warum er mit 38 schon Rentner sei bekam die Antwort, dass er vor 4 Jahren mit dem Motorrad auf einer Strasse unterwegs war, die ich hier auch schon um 3 Uhr morgens befahren hab. Er wurde nicht nur beraubt, sondern so heftig von einem anderen Motorbike gerammt, dass er erst Wochen spaeter nach einer Gehirn-OP in Thailand wieder aufgewacht ist. Nachdem ich diese Geschichte gehoerte hatte, hab ich wieder mal beschlossen in Zukunft etwas vorsichtiger zu sein.

Pattaya







Nach allem was ich bisher von Pattaya gehoert hatte, wollte ich eigentlich einen moeglichst grossen Bogen um den Ort machen. Bezeichnungen wie 'groesster Puff der Welt' oder 'Strand mit angeschlossenem Puff' liessen schon ungefaehr erahnen was uns dort zu erwarten hatte. Ehrlich gesagt war ich schon ein wenig neugierig das mal mit eigenen Augen zu sehen und die Vorstellung mal fuer ein paar Tage in dem luxus-Apartment, das Bernhard sehr billig uebers Internet gebucht hatte, zu wohnen war irgendwie auch ganz nett. Ausserdem wollte ich ja eh nach Kambodscha und Pattaya liegt praktisch auf dem Weg dorthin. Ich hatte also genug ausreden mich in den Bus nach Pattaya zu setzen.

Berhard und ich sind auf unterschiedlichen Wegen dort hin gefahren weil ich mich natuerlich mal wieder auf eigene Faust durchschlagen musste. Das Taxi, dass mich zur Bushaltestelle gebracht hat hat schliesslich fast die Haelfte von Bernhards all-inc Ticket gekostet...
Das Zimmer war wirklich das beste, das ich auf dieser Reise bisher zusehen bekommen hab. Grosses Schlafzimmer mit grossem Flatscreen und DVD-Player und - tadaa - eine Kueche mit den meisten Sachen die man so zum Kochen braucht. Die folgenden Tage koennten ohne weiteres als Fressorgie bezeichnet werden. Waehrend Prawns mit etwa 180Baht pro 100 Gramm im Restaurant einfach unverhaeltnismaessig teuer sind, bekommt man die gleichen Prawns im Supermarkt fuer 250Baht das Kilo. Sich durch das gesamte Seafood-Angebot von Markt und Supermarkt zu fressen ist, selbst in den zwei Wochen die wir schliesslich in Pattaya verbracht haben, unmoeglich gewesen. Wir haben allerdings hart daran gearbeitet.

Nach zwei Tagen Kochaction musste ich wiederwillig den Kochloeffel aus der Hand geben. Auf dem Rueckweg von einem unserer Einkaeufe mussten wir in einer Bar halt machen, nachdem es angefangen hatte Sintflutartig zu regnen. Aus dem fuer ein Bier geplanten Aufenthalt wurden schliesslich mehrere Stunden. Obwohl die Bar eigentlich harmlos aussah, hat es keine zehn Minuten gedauert, bis das erste Barmaedchen an unserem Tisch sass. Als es endlich aufgehoert hatte zu regen sass sie immernoch dort und meine guten Vorsaetze so etwas doch besser bleiben zu lassen waren von einigen Bieren schon so weichgespuelt, dass ich ihrem 'I go with you' nichts mehr entgegenzusetzen hatte.
Der Rueckweg gestaltete sich als schwierig. Der stundenlange Dauerregen hatte die Strasse zum Appartment in einen kleinen Fluss verwandelt. Ich kann mich noch sehr gut an den Moment erinnern, in dem mir Bewusst wurde, wie skurril das eigentlich ist mit einem Barmaedchen an der Hand durch eine knietief ueberschwemmte Strasse zu waten.
Bei dem sven-eleven neben unserem Hotel war nach der Ueberschwemmung der Strom ausgefallen und der Laundry-Service, bei dem ich am Tag zuvor meine Waesche abgegeben hatte, stand etwa einen halben Meter unter Wasser.
Endlich am Appartment angekommen, wollten wir uns dran machen den Heilbutt, den wir noch im Kuehlschrank hatten, in die Pfanne zu hauen. Jen, das Barmaedchen, war einfach nicht damit einverstanden, dass ich den Fisch selber zubereiten wollte also wurde ich zum Kuechenhelfer degradiert. So richtig bereut hab ich das anschliessend nicht, der Fisch war einfach perfekt gebraten und der Kartoffelbrei den sie dazu gemacht hatte (Das Rezept hatte ihr irgendein Londoner beigebracht), den haette ich auch nicht besser hinbekommen. Dazu wurde das ganze noch mit Limone und Dill verziert angerichtet, kein bezahlbares Restaurant in Deutschland haette das besser hinbekommen.
In den folgenden Wochen hatten wir also unsere Privatkoechin. Ich war mir anfangs nicht ganz sicher, ob das irgendwie zur thailaendischen Mentalitaet gehoert, das Maenner nicht kochen sollen. Sie hat mir aber irgendwann erzaehlt, dass sie einfach wahnsinnig gerne kocht und in ihrem Zimmer keine Kochgelegenheit hat. Als Sie schliesslich mit Tueten vom Markt bepackt bei mir vor der Tuer stand um fuer alle ihre Freundinnen in der Bar zu kochen hab ichs dann wirklich geglaubt.

Pattaya selbst uebertrifft selbst das, auf das ich mich nach den zahlreichen Beschreibungen, die ich bisher gehoert hatte, eingestellt hatte. Das gesamte Stadtzentrum ist ein mehrere Quadratkilometer grosses Rotlichtvirtel. Das Zentrum von dem ganzen ist die sogenannte Walking Street, in der es auf einer Laenge von einigen hundert Metern fast nichts anderes gibt als Go-Go Bars und Bars mit leichten Maedchen. Waehrend die 'normalen' Bars dadurch auf sich aufmerksam machen, dass ein ganzer Chor von Maedchen hinter einem herruft, -winkt oder laeuft, werben die Go-Go Bars mit billigem Bier.
Es waehre wohl Heuchelei zu behaupten, dass wir uns nicht die eine oder andere mal von innen angesehen haetten. Mit auf den Tischen Tanzenden Maedchen hatte ich schon gerechnet, mit dem was wir in einigen der Bars gesehen haben ganz bestimmt nicht.
Warum das Bier gerade in den Go-Go Bars am billigsten gewesen ist, war dann auch nicht schwer herauszufinden. Insbesondere die aeltere Kundschaft in den Laeden wird schnell von Taenzerrinnen umringt, die alle auf einen Drink, dann einen wirklich teuren, eingeladen werden wollen.

Nach einer Woche sind wir in ein etwas guenstigeres Appartment gewechselt. Wir hatten es eigentlich ausgesucht, weil es eine Kueche hatte nur um nach dem Check-In feststellen zu muessen, dass es weder Teller noch Tassen, noch sonst irgendetwas gab was man so zum kochen benoetigt. Bernhards Flug ging eine Woche spaeter, so dass es sich gerade eben noch gelohnt hat die fehlenden Toepfe usw. zu kaufen damit wir weiter kochen konnten (bzw. uns bekochen lassen konnten). Mitnehmen konnten wir das ganze Zeug natuerlich nicht, so dass sich unsere Koechin schliesslich ueber eine kleine Kuechen-Grundausstattung freuen konnte.

(das mit den Bildern klappt hier leider auch nicht)

Monday, October 19, 2009

Bangkok

War nicht viel los. Eine Nacht in der Kao San Road verbracht und Bernhard wiedergetroffen. Am naechsten Tag sind wir nach Pattaya aufgebrochen. Bernhard hatte dort fuer eine Woche ein Appartment (mit Kueche) gemietet um sich die Zaehne machen zu lassen...

Jakarta

Mein Flug nach Jakarta ging recht frueh morgens. Weil in unserem Zimmer bis 5 Uhr morgens Discogedroehne zu hoeren war bin ich am Abend zuvor in eine Apotheke gegangen und hab nach Schlaftabletten gefragt. Die waren nicht schwer zu kriegen, allerdings war das kein Baldrian sondern ein starkes Antidepressivum von dem ich 24 Stunden mehr oder weniger ausgeknockt war. Irgendwie bin ich zum Flughafen gekommen, nach Jakarta geflogen, mit dem Damri-Bus zur Jalan Jaksa gefahren, hab das erstbeste Zimmer genommen und weiter geschlafen.

Jakarta selbst war irgendwie freakig. Alle Leute die in Jakarta waren haben mir erzaehlt, dass die Stadt absolut fuerchterlich ist und ich hatte mich auf das Schlimmste vorbereitet. Eigentlich hatte ich so etwas wie die Kao San Road in Bangkok erwartet, die Jalan Jaksa ist aber deutlich ruhiger und man trifft halt - naja - irgendwie Freaks.
Am ersten Abend hab ich mich mit einem Indonesier unterhalten der mir erklaert hat, dass ich eigentlich kein Visum fuer Vietnam brauche sondern stattdessen einfach etwas geraeucherten Fisch aus Indonesien mitbringen sollte. Das wuerde auch die Beziehung zwischen den beiden Laendern verbessern. Als naechstes kam der Vorschlag, dass ich mit unserem Prime-Minister reden sollte damit wir in Indonesien eine deutsche Fabrik bauen koennen. Eigentlich wollten wir dann noch eine Runde Schach spielen aber er konnte an dem Abend leider kein Brett mehr organisieren. Am naechsten Tag hat er aber eins bekommen und wir haben eine Decke auf dem Buergersteig ausgebreitet und zwei Stunden Schach gespielt.

Am naechsten Tag bin ich in einem Indonesischen Rstaurant essen gegangen und wurde wieder ueberrascht. Eine Zirkus-Familie hat ihre Vorfuehrung direkt vor dem Restaurant begonnen. Musikalisch begleitet von einer At Glockenspiel wurde ab und zu eine riesige, sehr laute Peitsche geschwungen, ein Maedchen gefesselt, die sich dann selbst wieder befreit hat, und Feuer gespuckt. Der arme Feuerspucker war noch nicht so richtig geuebt bei dem was er tat, so dass er sich dauernd verbrannt hat bis er schliesslich von seinem Vater abgeloest wurde. Der konnte das leider auch nicht viel besser und hat sich erstmal die Lippen verbrannt. (Ich hatte leider meinen Fotoapperat nicht dabei, hab am naechsten Tag aber ein Foto von dem Feuerspucker in der Zeitung gefunden. wenn ich die Zeitung nochmal wiederfinde fotografier ich das mal ab und stell das hier rein)

Mein Besuch bei der Vietnamesischen Botschaft war leider nicht von Erfolg keroent. Um ein Visum fuer Vietnam zu kriegen haette ich ein Rueckflugticket gebraucht und das Visum mindestens 15 Tage vor Abflug beantragern muessen - Ich war am 2. Oktober dort, am 5. waere mein Flug gegangen. Umplanen war also angesagt.
Ein Visa on Arrival ist in Kambodscha kein Problem, also dachte ich 'ein Flug nach Phnom Phen waere super'. Gabs aber nicht, zumindest nicht guenstig. Alle Fluege gingen entweder ueber Kuala Lumpur oder Bangkok also hab ich ein Flug nach Bangkok gebucht. War in sofern auch nicht schlecht weil Bernhard am selben Tag nach Bangkok geflogen ist als ich nach Jakarta geflogen bin.

(Fotos kommen noch , hab die Kamera gerade nicht dabei)

Back to Bali

Vor meiner Abreise nach Jakarta hatten wir (Ich, Chris und Bernhard aus Muenchen) nach dem doch eher ruhigen Kuta-Lombok wieder Lust auf ein wenig Party und sind zurueck nach Kuta-Bali gereist. Diesmal komplett gebucht, vom Reisen auf eigene Faust hatte ich nach dem Trip zu den Gilis die Nase voll.
Kurz nachdem wir angekommen waren hat Bernhard noch mit Friedrich telefoniert. Friedrich und 'der Russe' waren inzwischen, nach 48-Stuendiger Bootsfahrt, in Ende auf Flores angekommen. Haette mein 30-Tage Visum und der bereits gebuchte Flug nach Vietnam meinen Aufenthalt in Indonesien nicht begrenzt, waere ich vermutlich mitgefahren. Hinterher war ich recht froh, dass ich nicht mitgekommen bin. Es gab in Ende nicht besonders viel zu sehen oder zu tun und die beiden wollten moeglichst schnell wieder zurueck...

Friday, October 9, 2009

Kuta-Lombok


Mit frischem Motorbike konnte es am naechsten Tag endlich losgehen. Die 'Strassen' sind gelegentlich eine echte Herausforderung. Wir sind schon kurz hinter Kuta Lombok in kleinen Doerfern gelandet ind denen wir eine echte Attraktion waren. Gelegentlich musste ich mit dem Motorbike anhalten um ein paar Kindern die Hand zu schuettlen, die uns unbedingt alle begruessen wollten.

In der Umgebung von Kuta-Lombok gibt es praktisch keine touristisch erschlossenen Orte. Hier trifft man teilweise noch auf unberuehrte Kilometerlange Traumstraende.
Ein paar Tage nachdem wir in Kuta-Lombok angekommen sind sind uns noch Sascha 'der Russe' und Bernhard und Friedrich gefolgt. Friedrich und 'der Russe' sind dann 2 Tage bevor wir zurueck nach Bali gefahren sind in Richtung Flores aufgebrochen...

Sunday, September 27, 2009

Lombok

Auf dem Weg zu den Gili Islands, noerdlich von Lombok, haben sich unsere Wege fuer einen Tag getrennt. Waehrend Chris mit zwei Muenchenern, die in Bali neben uns im Geusthouse gewohnt haben, ein all-incluse Ticket gebucht hat, wollte ich unbedingt wissen wie es sich so auf eigene Faust reisen laesst. In Thailand hat das ja auch gut geklappt.
Der Weg nach Trawangan war schon ein wenig stressig, wie ich spaeter leider zugeben musste. Um zum etwa 30km Luftlinie entfernten Faehranleger zu kommen musste ich drei mal umsteigen und viel zu viel bezahlen, weil ich die gaengigen Preise einfach noch nicht kannte. Die unglaublich langsame Faehre hat dann noch mehr als 5 Stunden nach Lombok gebraucht. Gegen 9 Uhr abends musste ich mir ein Zimmer in Mataram nehemen weil zu dieser Uhrzeit an ein guenstiges Weiterkommen nicht mehr zu denken war. Den Ort selbst fand ich einfach nur aetzend, es gab einfach nichts dort (nicht einmal Bier) und das Essen war auch nicht gut. Am naechsten morgen bin ich um 6.30 h ausgecheckt um so schnell wie moeglich eine Faehre zu den Gilis zu bekommen.

Gili Trawangan selbst ist zwar sehr schoen aber leider groesstenteils von Australischen Touristen bevoelkert. Vom Insel-Flair bleibt da nicht mehr besonders viel uebrig. Ein kleines Highlight war der Schnorchel-Ausflug am letzten Tag auf Trawangan. Die gesamte Insel ist von einem Riff umgeben in dem sich jede menge Aquariums-Fische und Schlidkroeten tummeln. Am morgen vor der Abfahrt bin ich von einem merkwuerdigen 'Gerumpel' - die Auslaufer von einen kleinen Erdbeben bei Bali - kurz wachgeworden. Nach dem teuren Ausflug auf dei Gilis ging es nach Kuta-Lombok. Der Ort liegt an der suedlichen Kueste von Lombok und ist noch nicht ganz so stark von Touristen ueberlaufen.


Es gibt ein paar Straende an denen man theoretisch Surfen koennte, wegen der Tide haetten wir dafuer sehr frueh aufstehen muessen und die Plaetze waren nur mit dem Boot zu erreichen. Zum Surfen lernen war die Ecke also eher weniger geeignet. Stattdessen haben wir mit dem Motorbike die Umgebung ausgekundschaftet. Am ersten Tag wollte das mit dem Ausflug noch nicht so richtig klappen. Nach wenigen Kilometern hatten wir einen Platten. Bei der ersten Reparatur war das noch lustig. Die Methode hier einen Schlauch zu vulkanisieren ist echt einmalig...
Leider hat die Reparatur nur 500 Meter gehalten, so dass wir wenig spaeter bei der naechsten Reparatur-Huette Halt machen mussten. Ok, noch eine Stunde warten, wir hatten ja Urlaub.
Als der Reifen dann zum dritten mal platt war, war die Reparatur schon nicht mehr ganz so spannend. Wir waren dann auch nicht mehr wirklich sicher, ob wir es mit dem Roller wieder zurueck nach Kuta schaffen wuerden, 100 Meter schieben hatten mir schon gereicht.

Thursday, September 24, 2009

Kuta-Bali

Der Ort ist wie zu erwarten war super touristisch. Man trifft dort ueberwiegend auf Australier fuer die der Ort wohl so etwas wie Las Palmas fuer Europaeer ist. Feur ein paar Tage haben wir ordentlich mitgefeiert, zum ausspannen war der Ort aber voellig ungeeignet. Von unserem Zimmer aus konnten wir direkt in die groesste Disco im Ort kucken, in der jeden Tag bis etwa 5 Uhr morgens Elektro aufgelegt wurde. Hat mich irgendwie an eine Outdoor Goa Party erinnert - mit dem Unterschied, dass das ganze nicht nach 2 Tagen vorbei war.
Irgendwann am dritten oder vierten Tag haben wir es dann endlich mal geschafft uns Motorbikes zu mieten und einen Blick ueber debn Tellerrand zu werfen. Die Fahrt ging nach Ulu Watu, jeweils zum Tempel und zu dem eigentlichen Surferstrand. Am Eingang zum Tempel wurde man vor den diebischen Affen gewarnt und aufgefordert Brillen, Ohrringe und Haarreifen abzunehmen und sicher zu verstauen. Mich hat die Sonne geblendet also hab ich meine Brille wieder aufgesetzt. Es hat dann ungefaehr 30 Sekunden gedauert, bis ein Affe mir die Brille von der Nase gerissen hat. Ich hatte noch Glueck, ein Indonesier war sofort zur Stelle und hat meine Brille gegen einen Beutel Futter eingetauscht. War natuerlich nicht ganz umsonst, so dass ich zum zweiten mal drei Euro fuer meine Brille bezahlen durfte. Wirklich leid taten mir die zahlreichen Touristen, die nicht mit einer Fake-Brille aus Thailand gekommen waren, sondern dabei zusehen durften wie ihre nicht-Fake Markenbrillen genuesslich zerstoert wurden.

Wednesday, September 9, 2009

Kuala Lumpur

Eigentlich hatte ich erwartet, dass KL irgendwie mit Bangkok zu vergleichen waere; schmutzig, laut, einfach ein Ort von dem man moeglichst schnell wieder verschwinden will. Stattdessen sind wir auf eine hochmoderne, supersaubere Metropole getroffen. Was ich vorher auch nicht wusste, Malaysia ist offensichtlich der ursprungsort fuer das, was bei uns normalerweise als China-, Asia-, Thai- oder sonstwas-Kueche vermarktet wird. Das Essen ist dem, was man in solchen Restaurants bekommt, wesentlich aehnlicher, schmeckt allerdings um Klassen besser.

Das Preisniveau liegt etwas oberhalb von dem in Thailand, Guesthouses und Bier kosten fast das doppelte wie in Thailand. Nachdem wir Thai Preise gewohnt sind kommt uns das entsetzlich teuer vor, verglichen mit Deutschland kann man hier aber noch recht guenstig leben.

Die Stadt selbst ist ein faszinierender Anblick. Haufenweise Wolkenkratzer die wiederrum von den Petronas-Towers und dem Fernsehturm ueberragt werden. Die Aussicht vom Fernsehturm ist wirklich beeindruckend und in den Petronas-Towers verbirgt sich das groesste Shopping-Center das ich je gesehen hab. Einkaufen konnte ich dort nicht besonders viel, die Geschaefte bestehen fast ausschliesslich aus unbezahlbaren Nobelmarken und ein Quicksilver-Shirt fuer 30 Euro kauf ich mir ganz bestimmt nicht nachdem ich gerade in Thailand war ;)

Zum Abschluss war dann noch ein Besuch in dem beruehmten Aqurium mit dem 90 Meter langen Tunnel zum durchlaufen faellig. Alles in allem eine nette Abwechslung, nach ein paar Tagen haben wir uns dann aber wieder auf niedrigere Preise und Strand gefreut.

Tuesday, September 8, 2009

Hat Yai






Hat Yin liegt ca. 50km noerdlich der Malyischen Grenze und hat an sich ueberhaupt nichts zu bieten. Wir sind trotzdem fuer 2 Tage in einem muffigen, dunklen Hotel geblieben weil wir keine Lust hatten mit dem Bus nach Kuala Lumpur zu fahren und der Schlafwagen im Zug fuer den naechsten Tag ausgebucht war. Notgedrungen mussten wir uns also die Stadt ansehen.
Alzuviel gab es wirklich nicht zu sehen. Es gab dafuer japanische Restaurants in dem Ort und ich konnte fuer umgerechnet 5 Euro ein hervorragendes Sashimi geniessen.

Phuket

Auf der Fahrt nach Phuket wollte der Regen nicht so richtig aufhoeren, zwischendurch musste der Bus anhalten weil eine Haelfte der Strasse nicht mehr befahrbar war. In deutschland waere die Strasse sicherlich komplett gesperrt gewesen, der Bus kam aber trotzdem gut durch. In Patong hab ich mich mit Chris wieder getroffen. Der Kontrast zu Phayam haette wohl kaum groesser ausfallen koennen. Natuerlich gab es wieder Strom und Internet, dazu ein grosses Einkaufzentrum, Fernsehr mit DVD-Player, Discos, Touristen, Girly-Bars, Ping-Pong Shows... und jede Menge Regen.
Tagsueber konnte man Klamotten kaufen und DVDs kucken, Abends haben wir uns meistens ins Nachtleben gestuerzt. Pool spielen kann ich jetzt auf jeden Fall besser als vorher.
Nach etwa einer Woche wurde es dann doch etwas zu Nass und wir haben uns dazu entschieden moeglichst schnell nach Bali zu gehen. An der Thailaendischen Westkueste ist der September der mit Abstaend nasseste Monat, waehrend in Indonesien das Verhaeltnis Regenzeit-Trockenzeit genau anders herum ist.