Wednesday, August 26, 2009

Koh Phayam

Urspruenglich wollte ich eigentlich nach Koh Chang, der Nachbarinsel vonKoh Phayam. Dem Reisefuehrer nach sollte Phayam etwas belebter sein als Koh Chang, wenn das stimmt ist die andere Insel wahrscheinlich komplett unbewohnt. Es gab ein paar Guesthouses von denen die meisten geschlossen waren und einige sehr schoene Streande die ich komplett fuer mich alleine hatte. Auf der Inselgibt es keine Autos und die einzigen befahrbaren 'Strassen' wuerden von der Breite her nicht mal fuer ein Auto ausreichen.

Um die etwa 10km lange Insel zu erforschen musste ich mir natuerlich wieder ein Motorbike mieten. Es hat umgefaehr drei Tage gedauert alle Wege auf der Insel abzufahren, hinterher war ich verdammt froh, dass das Motorbike keine Reparatur brauchte. Sobald die betonierten Wege endeten fand ich mich auf echten Offroad Tracks wieder, fuer die diese Krads eigentlich nicht wirklich gebaut sind. Hat aber irre Spass gemacht, ich bin unter anderem an einem 5 Kilometer langen Strand gelandet, den ich komplett fuer mich alleine hatte um mit dem Motorbike drauf laengs zu rasen.
Am selben Abend bin ich dann fernab der Zivilisation gestrandet. Das Haus mit dem Balkon gehoerte At Yan Pan - Adschandpaan gesprochen - der wohnte schon seit 40 Jahren dort und hatte sich inzwischen ein paar Bungalows dort hingebaut. Nebenbei betrieb er noch eine kleine Huehnerzucht. Alle paar Minuten sprang irgendwo ein Huhn auf den Balkon. Die Huehner schliefen speater alle in einem Baum - zum Schutz vor wilden Tieren...
Ich war auf einem dieser Offroad-tracks dort hingefahren und hatte ein kleines Problem als ich nach ein paar Stunden merkte, dass es komplett finster - kein Mond, nix - war und an eine Rueckfahrt nicht mehr zu denken war. Ich bin also noch ein Weilchen da geblieben. Bei At Yan Pan gab es nicht mal einen Generator, die einzige Beleuchtung waren ein paar Kerzen. Um die Moskitos zu verscheuchen wurde unter dem Balkon ein kleines Feuer angezuendet, so dass der Rauch von unten durch die Fugen stroemte. Als At Yan Pan dann auch noch eine anfing auf seiner Bambusfloete zu spielen, dachte ich allmaehlich daran, ob ich nicht gerade in irgendeine Filmszene gebeamt worden bin...Gegen Mitternacht hab ich dann den ersten Versuch unternommen, nur mit der Lampe vom Handy bewaffnet, am Strand laengs wieder zurueck zum Bungalow zu gelangen. In der Zischenzeit war das Wasser aber so hoch gestiegen, dass auch dieser Weg nicht begehbar war. Zwei Stunden spaeter ging es dann irgendwie.

An dem Tag, an dem ich eigentlich abreisen wollte, fing es an zu Regnen. Ich hab das zum anlass genommen erstmal noch einen Tag zu bleiben, weil mir der Weg zu der Faehre einfach zu nass war. Der Regen hielt leider bis zum naechsten morgen an, ich kam also gut eingeweicht bei der Faehre an..




Tuesday, August 25, 2009

Ayutthaya


In Ayutthaya gab es insgesamt nicht besonders viel zu tun. Ganze vier Bars saeumten die Strasse in der am meisten los war. Zu sehen gab es dafuer etwa 600 Jahre alte Ruinen. Von meinem Guesthouse aus hab ich eine kleine Bootstour gebucht die auf dem umgebenden Fluss einmal rund um die Stadt ging und bei drei unterschiedlichen Tempeln und Ruinen halt gemacht hat.

Thursday, August 13, 2009

Kanchanaburi

Der Rueckflug verlief leider auch nicht ganz problemlos. Ich musst zwar nur zwei mal umsteigen aber das ging leider schief. Das Flugzeug, dass mich von Madrid nach Frankfurt bringen sollte stand bereits auf der Startbahn, als der Pilot einen U-Turn machte und wieder zum Gate rollte. Dem Geraeusch nach zu urteilen hat irgendeine Hydraulik sich selbststaendig gemacht, aus Richtung des Fahrwerks hoerte ich ein sich staendig wiederholendes ieeek-oeeek bis die Techniker am Gate das Ding abgestellt hatten.
Leider war das Problem damit nicht behoben. Fuenf Minuten spaeter lies der Pilot uns wissen, das wir mit einem anderen Flugzeug fliegen muessen.
Das Ersatzflugzeug brachte mich schliesslich mit drei Stunden Verspaetung nach Frankfurt, so dass mein urspruenglicher Flug nach Bangkok laengst weg war.
Ich durfte eine Nacht im Sheraton Hotel ubernachten, kam dafuer aber erst mit einem Tag verspaetung in Bangkok an. Waehrend des Fluges hatte ich mir noch ueberlegt fuer einen Tag in Bangkok zu bleiben, hatte darauf nach einer halben Stunde erfolgloser Zimmersuche aber keinen Bock mehr. Also ging es mit dem naechsten Bus zum Southern Bus Terminal und von dort direkt weiter nach Kanchanaburi. Die Busfahrt war leider auch nicht so prickelnd ich war noch ziemlich erkaeltet - bestimmt die Schweinegrippe ;) - und hatte vergesen mir Taschentuecher mit in den Bus zu nehmen...
Kurz nachdem ich mich vom Bus-Terminal entfernt hatte bot mir ein Rikscha-Fahrer an, mich fuer 30 Baht zu jedem beliebigen Gusthouse zu fahren. Der Arme Rikscha-Fahrer war dann trotz Trinkgeld nicht besonders erfreut, als ich darauf bestanden habe in einem Guesthouse zu uebernachten von dem er keine Kommission bekam. Ich haette ihm den Gefallen gerne getan, wenn auch nur eins der von ihm empfohlenen Guesthouses mit dem Kommissionsfreien haette mithalten koennen.

Bisher ist der befuerchtete Regen vollstaendig ausgeblieben, stattdessen herscht hier zur Zeit bruetende Hitze. Von der Terrasse vor meinem Bungalow kucke ich direkt auf den Fluss Kwai, mit Glueck bekommt man auch mal so etwas wie einen 1,5m langen Waran zu sehen, der Vorgestern dirkert vor meiner Nase an mir vorbeigeschwommen ist.
Fuer gestern Abend hate ich einen Kochkurs gebucht. Insgesamt hatten sich drei Leute fuer den Kurs angemeldet von denen zwei nicht erschienen sind, ich bin also in den Genuss eines fast dreistuendigen exklusiv-Kochkurses gekommen. Drei Gerichte, die ich mir vorher aussuchen durfte, standen auf dem Zettel.

Tom Yam Soup

- 2 kleine Schalotten - halbieren
- 2 Stengel Zitronengras - 2-3cm lange Stuecke
- 4-5 Kafir-Lime Leaves - Stengel entfernen
- Ingwer - in Grobe Streifen schneiden
- Thailaendischer Koriander - Zentimetergrosse Stuecke
- Koriander - Zentimertergrosse Stuecke
- Frische Chili-Schoten - im Moerser zerquetschen
- 2-3 Limonen - zum auspressen halbieren
- Austernpilze - kleine ganz lassen, grose grob zerkleinern
- Fischsauce - zum abschmecken
- Seafood, Schwein oder Rind
Fuer unterschiedliche Variationen:
- Chili-Oil
- Tom Yam Paste
- Milch

ca. 300ml Wasser aufkochen. Schalotten, Zitronengras, Kafir-Lime Leaves und Ingwer hinzugeben. Das ganze kochen lassen bis das Wasser eine gruene Faerbung bekommt. Fleisch und Pilze hinzugeben. (Shrimps koennen gleichzeitig mit den Pilzen ins Waser gegeben werden, Schwein oder Rind sollte man wegen der Garzeit etwas frueher reintun.)

Sobald das Fleisch gar ist Suppe vom Feuer nehmen. Anschliessend muss die Suppe je nach Geschmack mit Limone, Fischsauce und Chili abgeschmeckt werden. Daraus entsteht schliesslich der typische Geschmacksmix aus sauer, scharf und salzig.

Um die Suppe in verschieden Geschmacksrichtungen abzuwandeln kann man noch mit Chili-Oil, Tom Yam Paste oder Milch abschmecken. Wenn man das vor hat sollte man vorher mit der Chili etwas vorsichtiger umgehen, das Oel und die Paste bringen noch eine Menge zusaetzliche Schaerfe mit. Die fertige Suppe vorm Servieren mit den beiden Koreandersorten Bestreuen. Der Ingwer und das Zitronengras werden normalerweise nicht mitgegessen.

Masaman Curry
- Kartoffel, gross (daumendicke Stuecke)
- Moehre, gross (daumendicke Stuecke)
- Zwiebel (vierteln)
- Masaman Curry Paste (2-3 TL)
- Kokusnuss Milch (500-600ml)
- Chili-Oil
- Tamarinden Sauce
- Fischsauce
- Zucker
- zerstossene Erdnuesse (2-3 EL)
- Schwein oder Rind (ca. 100 g)

Kartoffeln und Moehren etwas vorgaren, sollten aber noch ordentlich Biss haben.

ca. 300ml von der Kokussnusmilch aufkochen und mit der Currypaste vermischen. Fleisch hinzugeben, nach geschmack chili-oil hinzugeben und so lange einkochen lassen, bis sich das oel abgesetzt hat und die Fluessigkeit fast vollstaendig eingekocht ist. (Bis alles eine dicke Pampe ist und das Oel oben auf schwimmt). Anschliessend mit der restlichen Kokussnussmilch und etwas Waser aufkochen (Das ganze sollte jetzt wieder recht fluessig sein). Kartoffeln, Moehren und Zwiebeln hinzugeben. Die ganze Mischung jetzt nochmal einige Minuten einkochen lassen (Mindesten 5 Minuten, kann aber gut auch etwas mehr vertragen).

Das ganze anschliessend mit Zucker, Fischsauce (Salzig) und Tamarinden Paste/Sauce (Sauer) abschmecken. Zum Schluss die zerstosenen Erdnuesse untermischen, vorher von der Flamme nehmen weil die Erdnuese sonst schnell bitter werden. Bei groesseren Mengen kann man die Erdnuesse auch direkt beim servieren untermischen.


Fried Chicken with Cashew Nuts
- Knoblauch (1-2 TL kleingehackt)
- Zwiebel (1, mittelgross, duenne Streifen)
- Cashews (ca. 100g)
- grosse Chilischoten (4-5)
- Gruenzeug von 1-2 Fruehlingszwiebeln (2cm lange Streifen)
- Karotte (1/4 klein geschnitten)
- Haenchen, Schwein oder Rind (ca. 100g)
- Austernsauce
- Sojasauce (Bean Soy)

Cashews und Chilies nacheinander in heissem Oel anroesten. Den Knoblauch in 2 EL Pflanzenoel kurz anroesten, Fleisch hinzufuegen. Sobald das Fleich etwas Farbe hat Karotten und Zwiebeln mit einem Schuss Wasser hinzufuegen. Dazu noch jeweils 1TL Austernsauce, Soja Sauce und Zucker. Zum Schluss die Chilies und Cashewnuese hinzufuegen. Beim Servieren mit weissem Pfeffer bestreuen.

Zum Schluss war dann noch ein Besuch bei der Bruecke am Kwai faellig. Morgen oder uebermorgen gehts dann mal wieder weiter zum naechsten Ort...

Thursday, August 6, 2009

Mallorca

Der Weg nach Mallorca war nun nicht unbedingt das, was ich als erholsame Reise bezeichnen wuerde. Von Koh Samui bis Mallorca musste ich drei mal umsteigen, der Flug von Bangkok nach Frankfurt war ueberbucht, so dass ich nur einen Platz in der Mitte bekommen hab. Bevor ich in Bangkok abgeflogen bin hat mir Chris noch erzaehlt, dass es irgendwo auf Mallorca gerade einen Terroranschlag gegeben hat.
Als ich dann endlich angekommen war hatte mein Gepaeck es sich schon anders ueberlegt und ist erstmal in Thailand geblieben.

Zum Abendessen gab es Tapas und Bier in einer Strandbar waehrend nach und nach die gesamte Hochzeitsgesellschaft eintrudelte. Als ich dann ins Bett ging war der bloede Flug schon fast wieder vergessen.
Am naechsten Morgen gab es im Hotel Rocamar ein sehr leckeres Fruehstueck mit - endlich mal wieder - richtigem Kaffee. Wenn ich irgendetwas schon nach drei Wochen in Thailand vermisst hatte, dann ist es echter Filterkaffee gewesen.
Mein Zimmer hatte ich mir fuer die ersten zwei Tage mit Rainer geteilt, der zur Zeit als Arzt in der Naehe von Cairns arbeitet. Wir haben uns ein wenig ueber Australien unterhalten und ich bin jetzt wieder am Gruebeln, ob ich dort nicht doch noch mal vorbei schauen sollte...

Die Hochzeit sollte um 15.30 beginnen und ich war wirklich sehr erleichtert, als mein Gepaeck gegen Mittag bei dem Hotel abgeliefert wurde.
Die Trauung fand in einer kleinen Kapelle auf einem Weingut statt. Direkt nachdem ich aus dem Bus ausgestiegen war, drueckte mir Uwe eine Videokamera in die Hand. Fortan war ich der Kameraman...
Im Anschluss an die Trauung gab es sehr leckere Tapas und Getraenke, bis die Busfahrer zum Aufbruch zu der Finca draengten, auf der die anschliessende Feier stattgefunden hat.

Nach einem leckeren Barbeque, von dem ich leider nicht soviel essen konnte weil ich schon reichlich Tapas hatte, verlagerte sich die Party an den Pool. Das ging eine Weile lang gut, bis jemand auf die Idee kam Olaf in den Pool zu schmeissen. Der blieb da natuerlich nicht lange allein, so dass innerhalb kuerzester Zeit mehr Leute im Pool als auf dem trockenen waren. Von den Maennern ist es dabei keinem einzigen gelungen seinen Anzug zu retten... Fotos hat da niemand mehr von gemacht.
Videos leider auch nicht. Ich hatte die Kamera in der Naehe des Pools abgelegt und am Ende der Party nicht mehr daran gedacht das Geraet wieder in die Finca zu bringen. Am naechsten Tag war sie dann verschwunden, traurigerweise zusammen mit allen Kinderbildern von Luca, die leider nicht vorher gesichert wurden.
Die letzten Tage habe ich fast ausschliesslich auf der Finca verbracht. Gestern sind wir kurz an einen vermeintlich sehr schoenen Strand gefahren. Der Strand waere das sicherlich auch gewesen, allerdings war nicht sehr viel davon zu sehen. Er war fast flaechendeckend mit einem bunten Mix aus Handtuechern, Sonnenschirmen und Touristen bedeckt.
Das Wasser war dafuer etwas angenehmer als auf Koh Samui, deutlich kuehler und wirklich richtig schoen klar.
Morgen geht es wieder los nach Thailand. Das naechste Ziel soll dann Kanchanaburi sein.